Begleitung, Ablauf und Anliegen

Meine Arbeit als Familienaufstellerin

Ich begleite Menschen auf ihrem Weg zu mehr Klarheit, innerem Frieden und persönlichem Wachstum.

Jeder von uns trägt Prägungen und Muster in sich, die das eigene Leben beeinflussen – oft, ohne dass wir sie bemerken. Viele davon sind tief im Familiensystem verwurzelt.

Meine Aufgabe ist es, diese Dynamiken sichtbar zu machen. Nicht, um Schuldige zu finden, sondern um zu verstehen. Aus diesem Verstehen entsteht fast immer Bewegung: Alte Verstrickungen lösen sich, und Wege werden gangbar, die vorher versperrt schienen.

Ich bin überzeugt, dass jeder Mensch die Ressourcen für seine Veränderungen bereits in sich trägt. Gemeinsam suchen wir sie – ob Sie nach Lösungen für familiäre Konflikte suchen, persönliche Blockaden überwinden möchten oder einfach mehr über sich und Ihre Beziehungen erfahren wollen.

Schritt für Schritt

Der Ablauf einer Familienaufstellung


Damit Sie sich ein Bild davon machen können, wie die Arbeit gestaltet ist, finden Sie hier den allgemeinen Ablauf. Dieser kann individuell angepasst werden – Ihre persönlichen Anliegen und Ziele stehen im Mittelpunkt.

Schritt 1

Unverbindliches Vorgespräch

Das Vorgespräch, das telefonisch oder über Zoom stattfinden kann, ist der erste Schritt, um herauszufinden, ob die systemische Familienaufstellung für Sie eine geeignete Unterstützung sein kann. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich ein Bild von mir und meiner Arbeitsweise zu machen. Lassen Sie uns gemeinsam überlegen, ob eine Aufstellung für Sie sinnvoll ist und welche Ziele Sie erreichen möchten. Dieses Gespräch ist selbstverständlich völlig unverbindlich und kostenfrei.

Schritt 2

Erstellung eines Genogramms

Die Genogrammarbeit ist ein wichtiger Bestandteil einer Aufstellung bei mir. Nachdem wir im Vorgespräch Ihr Anliegen geklärt haben, erstellen wir gemeinsam ein Genogramm. Dieses visuelle Werkzeug ähnelt einem Stammbaum, geht jedoch tiefer: Es zeigt emotionale Bindungen, Konflikte und Muster innerhalb der Familie über mehrere Generationen hinweg auf. So gewinnen wir wertvolle Einblicke in die familiären Dynamiken, die Ihr Leben beeinflussen.

Schritt 3

Systemische Aufstellungsarbeit

Die Familienaufstellung findet in einem von mir dafür geschaffenen privaten und gemütlichen Raum statt – einer einladenden Holzhütte in Wennigsen am Deister in der Region Hannover. In dieser geschützten und behaglichen Umgebung können wir ungestört und in Ruhe an Ihren Themen arbeiten. Eine typische Familienaufstellung dauert zwischen 90 und 120 Minuten, wobei die Dauer je nach Fall variieren kann.

Schritt 4

Nachbereitung und weiteres Vorgehen

Nach der Familienaufstellung biete ich eine telefonische Nachbereitung an, um das Erlebte gemeinsam zu reflektieren und bei Bedarf zu vertiefen. In diesem Gespräch haben Sie die Möglichkeit, Fragen zu stellen und die gewonnenen Einsichten einzuordnen. Wir besprechen, wie Sie die neuen Erkenntnisse in Ihren Alltag integrieren können und ob eine weitere Aufstellung sinnvoll ist.

Vorgespräch vereinbaren

Anliegen

Wann kann eine Aufstellung Ihnen helfen?


Familienaufstellungen zählen neben Organisations-, Erkenntnis-, Symptom- und Entscheidungsaufstellungen zur Gruppe der systemischen Aufstellungen.

Mit Hilfe einer systemischen Familienaufstellung ist es möglich, ein Anliegen oder Problem – emotionaler oder körperlicher Art – aus verschiedenen Blickrichtungen und aus Sicht anderer Personen innerhalb eines oder mehrerer Systeme zu betrachten.

So kann man beginnen, belastende Gefühle, Gedanken, Verhaltensweisen oder auch Krankheiten nicht nur als Resultat eigener, individueller Erfahrungen anzusehen, sondern sie auch in Verbindung mit unbearbeiteten, leidvollen Ereignissen früherer Familienmitglieder wahrzunehmen. Auf diese Weise lassen sich Erkenntnisse gewinnen, die neue Handlungsmöglichkeiten eröffnen und Erleichterung bringen.

Grundsätzlich sind Familienaufstellungen für vielfältige Probleme und Belastungen geeignet. Vor allem wenn wir feststellen, dass wir immer wieder in die gleichen, eingefahrenen Denkmuster oder Verhaltensweisen abdriften und trotz vieler Bemühungen nicht in der Lage sind, diese zu verändern, können sie sehr hilfreich sein. Folgende Themen seien beispielhaft aus meiner eigenen Erfahrung genannt:

Familienthemen

  • Nicht verarbeitete Kindheitserlebnisse
  • Festgefahrene Familienkonflikte, Kontaktabbrüche
  • Fehl- oder Totgeburten
  • Adoptierte Kinder
  • Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern (z. B. ADHS, Aggression)

Psychische Themen

  • Ängste, Depressionen
  • Ess- und Schlafstörungen
  • Suchtprobleme
  • Sinnfindung – seinen Platz in der Gesellschaft finden

Körperliche Symptome

  • Schmerzen und psychosomatische Symptome ohne ärztlich abgeklärte organische Ursache (z. B. Magen-Darm-Beschwerden, Hautsymptome)
  • Sehstörungen, Schielen

Paarthemen

  • Endlich die passende Partnerin oder den passenden Partner finden
  • Ständiger Streit – was tun?

Entscheidungen

  • Scheidung: ja oder nein?
  • Studium oder Ausbildung?
  • Umzug: ja oder nein?
  • Reisen: ja oder nein? Wohin?

Berufliche Themen

  • Konflikte mit Kolleg:innen oder Vorgesetzten
  • Soll ich den Job wechseln?
  • Selbstständig werden?

Persönlichkeitsentfaltung

  • Selbstvertrauen gewinnen
  • Selbstbewusstsein stärken
  • Abgrenzung erlernen

Der Blick über die Generationen

Genogrammarbeit


Ein Genogramm ist ein erweiterter Stammbaum. Es zeigt nicht nur, wer zu wem gehört, sondern auch, was in einer Familie geschehen ist – über drei bis vier Generationen hinweg.

Beispiel eines Genogramms über drei Generationen Großmutter und Großvater sind als Paar verbunden. Ihre Kinder sind die Mutter und deren früh verstorbener Bruder. Die Mutter bildet mit dem Vater ein Paar; deren Kind ist die Klientin, hier hervorgehoben. Großmutter Großvater Vater Mutter Bruder der Mutter früh verstorben Sie
Kreis = weiblich Quadrat = männlich Kreuz = verstorben

In das Genogramm tragen wir ein, was zählt: Geburten und Todesfälle, Trennungen, Krankheiten, Kriege, Auswanderungen, verlorene Kinder, Kontaktabbrüche. Auch das, worüber in einer Familie nie gesprochen wurde.

Dahinter steht eine Annahme, die zunächst überraschen mag: Was eine Generation nicht verarbeiten konnte, wirkt in der nächsten weiter – auch dann, wenn die Nachkommen von den Ereignissen gar nichts wissen.

Drei Fragen, die weiterführen

Beim Blick auf ein Genogramm helfen drei Fragen. Sie klingen schlicht, öffnen aber oft eine ganz neue Sicht:

Warum jetzt? Warum zeigt sich das Thema gerade in dieser Lebensphase – und nicht früher oder später?

Warum in diesem Alter? Auffallend oft entspricht das eigene Alter dem Alter, in dem einer Vorfahrin oder einem Vorfahren etwas Einschneidendes widerfahren ist.

Warum in dieser Form? Warum zeigt es sich als Angst, als Streit, als körperliche Beschwerde – und nicht anders?

Was dabei sichtbar wird

Wiederholungen. Dasselbe Muster taucht in mehreren Generationen auf: Trennungen im gleichen Lebensjahr, ähnliche Beschwerden, wiederkehrende Konflikte zwischen Müttern und Töchtern.

Übernommene Aufgaben. In der systemischen Arbeit spricht man von Stellvertretung: Jemand trägt – ohne es zu ahnen – etwas für einen anderen mit. Ein Kind steht für ein Geschwisterkind, das nicht leben konnte. Eine Tochter trauert um jemanden, den ihre Mutter nie betrauern durfte.

Wer fehlt. Oft sind es die Ausgelassenen, die am stärksten wirken: das Kind, das vor der Geburt starb. Der Onkel, der im Krieg blieb. Die erste Ehe, von der niemand mehr spricht.

Ein wichtiger Hinweis: Übereinstimmungen im Lebensalter sind Hinweise, keine Vorhersagen. Aus einem Genogramm lässt sich nicht ableiten, was jemandem geschehen wird. Es hilft beim Verstehen – nicht beim Prophezeien. Und es ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.

Die familienbiografische Genogrammarbeit, wie ich sie verstehe, ist ausführlich beschrieben bei Birgit Hickey: Wie die Familie unser Leben bestimmt – Genogramm und systemische Aufstellungen. Carl-Auer Verlag, Heidelberg 2023.

Zu wissen, dass Veränderung möglich ist, und der Wunsch, Veränderungen vorzunehmen – dies sind zwei große, erste Schritte. Steve de Shazer

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